Dieser Bericht und damit die Arbeit der Kommission versteht sich als ein Angebot zur Optimierung des Systems der ambulanten und stationären Resozialisierung in einem spezifischen regionalen Zusammenhang. In der Kommission haben sowohl Vertreter der zuständigen Behörden und Fachorganisationen wie unabhängige Experten produktiv zusammengewirkt. Die strukturellen Systemmerkmale (in ihren Stärken und Schwächen) waren so über nahezu ein Jahr repräsentiert und haben den gemeinsamen Analyse- und Entwicklungsprozess nicht immer einfach gemacht. Das Ergebnis zeigt jedoch, dass und wie letztlich mit hohem Konsens weiterführende Weichenstellungen erzielt werden können.

Den gesamten Bericht finden Sie hier: Download

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Berlin konzentriert sich das Beratungszentrum der Jugendstrafanstalt Berlin auf die Bildung, Erprobung und Verstetigung eines sozialen Integrationssystems. Entwicklungsschwerpunkte sind individuell angepasste Beratungen, darauf abgestimmte klientenorientierte Informations- und Trainingsmaßnahmen sowie standardisierte und transparente Netzwerkstrukturen.

Das Beratungszentrum der Jugendstrafanstalt Berlin versteht sich als ein Knotenpunkt zwischen justizeigenen Organisationseinheiten und externen Beratungs- und Hilfeeinrichtungen. Somit ist das Beratungszentrum eine wichtige Instanz im Übergangsmanagementsystem der Jugendstrafanstalt. Das Übergangsmanagement stimmt die internen und externen Prozesse verschiedenster staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen aufeinander ab, um die Entlassung jedes Einzelnen zu optimieren. Dabei ist die Entlassungsvorbereitung genauso wichtig wie die Nachsorge/ Begleitung über die Haft hinaus. In Kenntnis der speziellen Problematik des Einzelnen sollen Betreuungs- und idealerweise Beziehungskontinuität auch nach der Entlassung aufrechterhalten werden. Dazu sollen die Netzwerkstrukturen staatlicher Institutionen und freier Jugendhilfeträger genutzt werden.

Die Folien zum Vortrag von Frau Silke Postler gibt es hier: Download

Eine Übersicht über das Beratungszentrum und den inhaltlichen Schwerpunkten finden Sie hier: Download

Das Modellprojekt Resozialisierung und soziale Integration (RESI)                                          

Auf Initiative der  früheren schleswig-holsteinischen Justizministerin und jetzigen Düsseldorfer Regierungspräsidentin  Anne Lütkes finanzierte der Verein »wir helfen« in Zusammenarbeit mit dem Kölner Stadtanzeiger in den Jahren 2008 bis 2012  ein Projekt, in dem vieles realisiert werden konnte, was zwar fachlich gefordert aber bisher in Deutschland so kompakt  nicht verwirklicht wurde :

  • eine durchgehende Betreuung von jugendlichen Strafgefangenen vor und nach ihrer Haftentlassung
  • 1:1– Intensivbetreuung durch streetwork-erfahrene Sozialarbeiter / Sozialpädagogen , insbesondere in Krisensituationen
  • ein Höchstmaß an individueller und situativer Betreuung je nach Bedarf und Bedürnis der Jugendlichen, auch außerhalb der üblichen Präsenz- und Arbeitszeiten
  • ein leistungsfähiges Verbundsystem stationärer und ambulanter Hilfen mit einem fallsteuernden Lotsen  (Case-Management) und unbürokratischen Trägerstrukturen 
  • Aktvierung des regionalen Hilfesystems und Entwicklung von Netzwerken der Jugendhilfe und des Jugendkriminalrechts
  • flexible Finanzierung nach Fachleistungsstunden

Das Kölner Projekt konzentrierte sich auf insgesamt vierundzwanzig Jugendliche zwischen vierzehn und neunzehn Jahren, die aus dem Jugendstrafvollzug in Nordrhein-Westfalen wieder nach Köln zurückkehrten und dort intensiv betreut wurden. Etwa die Hälfte von ihnen hatte einen Migrationshintergrund.

Im November 2010 gründeten Bernward Jopen und seine Tochter Maren in München das gemeinnützige Unternehmen „Leonhard Unternehmertum für Gefangene“. Die Motivation liegt darin, dass die unternehmerische Kultur bei Strafgefangenen im Hinblick auf Initiative, Engagement, Risikobereitschaft und Problemlösungskreativität oftmals stark ausgeprägt ist. Diese besonderen Eigenschaften sollen auf positive Weise für die soziale Wiedereingliederung in die Gesellschaft genutzt werden. Die Gefangenen lernen, ein kleines Dienstleistungsunternehmen zu gründen, um von der Gunst eines potenziellen Arbeitgebers unabhängig zu sein.

Nur den Artikel aus dem Justiz-Newsletter Nr. 26 finden sie hier: Download Artikel Jopen - Unternehmertum für Gefangene

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