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Thema

 

„Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.
Das vorgelegte Gesamtkonzept einer wirkungsorientierten und nachhaltigen ‚Komplexleistung Resozialisierung‘ beruht dabei auf fünf Bausteinen:

 

  • dem fachlichen Konzept,
  • dem Case-Management als professioneller Methode der Fallsteuerung,
  • dem Reso-Management als Handlungskonzept für Führungskräfte,
  • einer Opferorientierung als sozial gerecht erweiterter Zielsetzung und
  • einer verstärkten Forschung und Entwicklung zur Steigerung der Interventionswirksamkeit aller Akteure.

 

In konkreten Vorschlägen zu Resozialisierungs- und Opferschutzgesetzen auf Landesebene werden Analysen und Innovationsvorschläge zusammengefasst und eine Strategie zu einer dringend gebotenen Verbesserung der politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Resozialisierung entwickelt.“ (Verlagsinformation)

In der Zeitschrift Forum Strafvollzug Heft 2/2017 ist eine Rezension von Prof. em. Dr. Frieder Dünkel zu dem Buch Maelicke/Wein "Komplexleistung Resozialisierung. Im Verbund zum Erfolg" erschienen.

Die Rezension können Sie hier als .pdf-Datei herunterladen: Download

Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.

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Thema

 

Bietet der Rechtsstaat in Deutschland durch sein Strafrecht seinen Bürgerinnen und Bürgern ein hohes Maß an Sicherheit und Lebensqualität? Ist durch Strafvollzug eine sozial gerechte Konfliktlösung zu erreichen, die nachhaltig wirkt? Ist eine Verbesserung des Strafrechts überhaupt zielführend oder muss nicht viel eher ein Ersatz für das Strafrecht gesucht werden das verantwortliches und konstruktives Handeln aller Beteiligten fördert und damit zu einer sozialen, das eigene Tun reflektierenden Gesellschaft beiträgt?

 

Bernd Maelicke fordert mit seiner persönlichen Zwischenbilanz eine differenzierte Auseinandersetzung zum Thema „Wegsperren oder resozialisieren?“.

»Menschen wegzusperren ist einfach. 

Und führt meistens zu nichts.« Bernd Maelicke

 

 

Der deutsche Strafvollzug ist teuer und weitgehend erfolglos: Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr fünfzigtausend Menschen aus den Gefängnissen entlassen, das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Passau. Mehr als die Hälfte von ihnen hat leichtere oder mittelschwere Straftaten begangen, fast ein Drittel ist gefährlich oder schwer kriminell. Weil die meisten Entlassenen wieder rückfällig werden, ist der deutsche Strafvollzug ein »Drehtürvollzug«, der jährlich bundesweit rund 4,5 Milliarden Euro kostet.

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