Aus dem Vortrag von Bernd Maelicke auf der Tagung "Resozialisierung mit Zukunft" in Bad Boll am 17. Juli 2017

Die Reso-Agenda 2025 als .pdf-Datei können Sie hier herunterladen: Download

 

Prof. Dr. Bernd Maelicke Im Juli 2017

RESO - AGENDA 2025

1. Die Föderalismusreform hat seit 2006 zu einer systematischen Zersplitterung der bundesweiten Diskussion über eine rationale Kriminalpolitk in Politik, Medien, Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit geführt. Wir brauchen dringend eine kritische Zwischenbilanz und einen Konsens über orientierung-gebende und verbindliche Leitbilder und Leitlinien. Und dies nicht nur prioritär für den Strafvollzug sondern in gleicher Weise für alle Aktivitäten und Reaktions-weisen der ambulanten und stationären Resozialisierung.

2. In einem dem Grundgesetz und seinem Menschenbild entsprechendem Gesamtkonzept einer „Sozialen Strafrechtspflege“ sind die sozialen Auswirkungen der Strafe auf Täter wie Opfer mit dem Ziel einer nachhaltig wirksamen Konfliktregulierung zu berücksichtigen.

3. Im Zentrum aller wirkungsorientierten Reso-Aktivitäten stehen die Ziele der Vermeidung / Reduzierung erneuter Straffälligkeit und eine verbesserte soziale Integration.

4. Der Grad der Erreichung dieser Ziele ist in allen Arbeitsfeldern und Projekten der Resozialisierung zu dokumentieren und unabhängig zu evaluieren.

5. Dies ist unverzichtbare Voraussetzung für evidenz-basierte Aktivitäten in der Gesetzgebung des Bundes und der Länder und für mittel- und langfristige Masterpläne auf Landes- und kommunaler Ebene.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016, Herr Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, hat heute einen Zwischenbericht zu seiner Arbeit veröffentlicht.

Bei dem schrecklichen Terroranschlag verloren zwölf Menschen ihr Leben, knapp hundert wurden verletzt. Seit dreieinhalb Monaten steht Kurt Beck diesen Menschen als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. In vielen persönlichen Begegnungen hat er mit den Betroffenen über ihre Situation gesprochen und sich für eine bestmögliche Unterstützung für sie eingesetzt.

Heute zieht der Opferbeauftragte eine Zwischenbilanz: „Der furchtbare Terroranschlag hat das Leben vieler Menschen zerstört. Familien haben ihre Angehörigen verloren. Andere sind so schwer verletzt worden, dass sie immer noch im Krankenhaus sind, manche von ihnen werden Pflegefälle bleiben. Viele sind durch das schreckliche Erlebnis schwer traumatisiert. Ich versuche, allen diesen Menschen im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen.

SOEPpapers on Multidisciplinary Panel Data Research at DIW Berlin This series presents research findings based either directly on data from the German Socio- Economic Panel study (SOEP) or using SOEP data as part of an internationally comparable data set (e.g. CNEF, ECHP, LIS, LWS, CHER/PACO). SOEP is a truly multidisciplinary household panel study covering a wide range of social and behavioral sciences: economics, sociology, psychology, survey methodology, econometrics and applied statistics, educational science, political science, public health, behavioral genetics, demography, geography, and sport science. The decision to publish a submission in SOEPpapers is made by a board of editors chosen by the DIW Berlin to represent the wide range of disciplines covered by SOEP. There is no external referee process and papers are either accepted or rejected without revision. Papers appear in this series as works in progress and may also appear elsewhere. They often represent preliminary studies and are circulated to encourage discussion. Citation of such a paper should account for its provisional character. A revised version may be requested from the author directly. Any opinions expressed in this series are those of the author(s) and not those of DIW Berlin. Research disseminated by DIW Berlin may include views on public policy issues, but the institute itself takes no institutional policy positions. The SOEPpapers are available at http://www.diw.de/soeppapers.

Der Bericht kann auf der Seite des DIW Berlin heruntergeladen werden.

Die aktuelle Präsentation "Komplexleistung Resozialisierung - Im Verbund zum Erfolg" von Prof. Bernd Maelicke finden Sie hier: Download

Die Empfehlung des Europarates, ausgearbeitet von COPE (Children of Prisoners Europe), definiert mehrere Prinzipien zur Unterstützung für Kinder und Familien von Inhaftierten. Der Text basiert größtenteils auf die Absichtserklärung Italiens (Memorandum of Understanding), die insbesondere Besuchsrechte, einen kinderfreundlichen Aufenthaltsraum, entsprechende Unterstützung der Kind-Eltern-Beziehung und ein Training für Vollzugsangestellte vorsieht.

Die Empfehlungen können auf der Seite des DBH-Fachverbandes heruntergeladen werden.

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