Ursicin Poltera: Bedeutet das Electronic Monitoring (EM) das Ende des offenen Massnahmenvollzuges? Ein wegweisendes Konzept mit einem Fallbeispiel eines jugendlichen Straftäters aus der Schweiz

Die Straftäter können mit Überwachung in ihrem gewohnten Umfeld – quasi in kontrollierter Freiheit bleiben und werden nicht aus der Gesellschaft herausgerissen und müssen später auch nicht resozialsiert, sondern können weiterhin sozialisiert werden.

Die Erwerbsarbeit und Ausbildung – wenn vorhanden – kann weitergeführt werden. Wenn nicht, kann massgeschneidert – mit Einbezug des ganzen Helfersystems – eine Beschäftigungsstruktur geschaffen werden. Dabei soll die sozialraumorientierte Täterarbeit auch bei sinnvollen Freizeitaktivitäten angewendet werden.

Ungünstige und vorwiegend deliktrelevante Lebensgewohnheiten können durch Rayonverbote unterbunden werden. Ausgangssperren und Hausarrest haben einen disziplinierenden und in sinnvoller Weise auch Strafenden Charakter. Damit wird auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Massnahme gesteigert.

  

Ursicin Poltera, BSc BSc, Präsident und Geschäftsleiter Verein Avertamain

 

Kurzreferat gehalten an der 31. Münchner Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Forensischen Psychiatrie vom 06.10. – 07.10.2016

Publiziert in: Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Werkstattschriften, 23. Jahrgang 2016, Heft 3, PABST SCIENCE PUBLISHERS, Lengerich/D       

 

Weiterführende Links

Zur Homepage des Vereins Avertamain

 

 

Kommentar hinterlassen