Neue Osnabrücker Zeitung (14.05.2017): DDR-GESCHICHTE FÜR HAGENS OBERSCHÜLER – Zwischen Aufbegehren und Verzweiflung

Hagen. Hin- und hergerissen zwischen Fassungslosigkeit und ungläubigem Staunen, hörten die Schüler aus Hagens Oberschule von seinem Verbrechen: Der Münsteraner Burkhardt Seeberg war nach einem missglückten Versuch, seine Freundin aus der ehemaligen DDR in den Westen zu holen, zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Was Zeitzeuge Seeberg zu berichten hatte, klingt wie ein schlechter Spionageroman. Sechs Jahre lang begnügten sich Seeberg und seine Rostocker Freundin mit einer Fernbeziehung. Dann beschlossen sie 1979, gemeinsam über Budapest auszureisen. Mit gefälschten Pass, bei dem nur das Passfoto echt war, ging bei den scharfen Grenzkontrollen zunächst alles gut. Seeberg: „Bis einem aufmerksamen ungarischen Grenzer auffiel, dass die Farbe des Stempels nicht dem aktuellen Vorschriften entsprach.“ Beide wurden verhaften und dem Bruderstaat DDR übergeben. Das geschah am 16. August 1979.

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