Neue Rubrik – Schweiz

Liebe LeserInnen und Leser,

es werden in den nächsten Monaten im Sinne eines Schwerpunkts regelmässig Beiträge aus der Schweiz verlinkt. Diese sollen einen Überblick über die aktuelle Situation, wichtige Akteur*innen und die Herausforderungen im schweizerischen Justizvollzugswesen (inkl. Bewährungs- resp. Straffälligenhilfe) geben und dabei landesbezogene Spezifika des Systems von Sanktionenvollzug und Resozialisierung näherbringen. Inhaltlich zeichnet sich Martin Erismann aus Zürich verantwortlich, der sehr gerne Anregungen entgegennimmt und bei Fragen zur Verfügung steht.

Generell erscheint ein vermehrter Austausch zwischen den deutschsprachigen Ländern im Sinne der Förderung einer “Best practice” erstrebenswert. Dank der gemeinsamen Sprache und geografischen Nähe gestaltet sich dieser ja wirklich niederschwellig. Auch wenn die Strukturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sich z.T. sehr unterscheiden (Bevölkerungs-/Landesgrösse, föderales vs. zentrales System etc.) und eine Vergleichbarkeit nicht immer “tel quel” gegeben ist, lassen sich doch oft Inputs finden, die zu Innovationen oder Angebotsanpassungen inspirieren. Für die Deutschschweiz liesse sich diesbez. beispielsweise die Angehörigenarbeit oder auch der Tatausgleich resp. die Wiedergutmachung anführen. Demgegenüber ist z.B. eine risikoorientierte Arbeitsweise im (deutsch-)schweizerischen Justizvollzug mittlerweile langjährig implementiert.

Also, interessieren wir uns doch für die Nachbarn, zeigen wir uns grundsätzlich offen und lernbereit – trotz gewisser struktureller und vielleicht auch “kultureller” Unterschiede. Schliesslich kann man immer etwas anders, je nach dem auch besser machen…

Beste Grüsse aus der Schweiz, Martin Erismann

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