Zusammenfassung: In den letzten Jahrzehnten weisen einige moderne Länder spektakuläre Anstiege des Einkommensreichtums auf. Deutschland gilt eher als Ausnahme von dieser starken Umkehr des Nivellierungstrends der Nachkriegszeit, wobei die jüngere Forschung auch hier eine deutlich steigende Zahl von einkommensreichen Haushalten sieht. Vor dem Hintergrund einer in Deutschland wenig ausgebauten Datenlage zu hohen Einkommen sind gleichwohl die Ursachen von mehr Einkommensreichtum wenig bekannt. Der Aufsatz diskutiert zunächst vorliegende Forschungsergebnisse und mögliche Ursachen für mehr Einkommensreichtum. Auf der Basis einer Dekomposition unbedingter Quantilregressionen mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) lautet das überraschende Hauptergebnis, dass als mit Abstand wichtigster Treiber von Reichtum zwischen 1993 und 2015 asymmetrisch über die obere Hälfte der Einkommensverteilung verlaufende Änderungen bei Einkommenssteuern und Sozialabgaben erscheinen, welche mittlere Einkommen belastet und hohe Einkommen relativ geschont haben. Diese verstärken Polarisierungstendenzen, die vom Arbeitsmarkt ausgehen.

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Die Vermeidung der Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen (§43 StGB) ist ein dauerhaftes Anliegen kriminalpolitischer Initiativen. Als Alternative zur uneinbringlichen Geldstrafe, die eine Ersatzfreiheitsstrafe nach sich ziehen würde, ist in den letzten Jahrzehnten die freie, gemeinnützige Arbeit (Art. 293 EG StGB) erfolgreich bundesweit eingeführt worden. Diese Einführung hat jedoch zum einen nicht zu einer Reduzierung der Gefangenenzahlen geführt. Zum anderen, so die These des folgenden Beitrags, ist die freie Arbeit auch bei erfolgreicher Durchführung keine geeignete Alternative, da sie ein höheres Strafmaß mit sich bringt. Armut führt damit weiterhin zu einer strafrechtlich nicht zu begründenden Strafverschärfung. Mögliche Reformen werden abschließend vorgeschlagen.

Weitere Informationen auf nomos-elibrary.de

In der nächsten Förderrunde des Innovationsfonds will der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) unter anderem neue Versorgungsformen fördern, die über verschiedene Sozialgesetzgeber hinweg finanziert werden, also etwa aus einer Kombination aus ambulanten, akutstationären, Reha- und Pflegeleisten bestehen.

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Das Gefängniswesen hat sich von der Antike bis zur Neuzeit stark gewandelt. Nicht geändert hat sich das Unbehagen, das für die meisten Menschen mit einem Zwangsaufenthalt in dieser Einrichtung verbunden ist. Manche Zeitgenossen wollen aber auch partout nicht raus.

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Aktuelle Forschungsergebnisse des DJI liefern wichtige Hinweise für eine bessere Prävention

Obwohl die Sensibilität der Gesellschaft für sexuellen Kindesmissbrauch wächst, bleibt die Zahl minderjähriger Opfer in Deutschland hoch. Aktuelle Forschungsergebnisse des DJI über das Ausmaß und den Umgang mit sexueller Gewalt in Heimen und Schulen liefern wichtige Hinweise für eine bessere Prävention. In der neuen Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse werden die bisher unveröffentlichten Studien vorgestellt und notwendige Konsequenzen für Politik und Fachpraxis formuliert.

Unter dem Titel: „Schluss mit Schweigen! Sexuelle Gewalt gegen Kinder ansprechen, aufarbeiten, verhindern“ beschreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DJI und anderer Forschungseinrichtungen, wie Schulen, Heime und Vereine junge Menschen künftig effektiver schützen und Betroffenen besser helfen können. Im Interview äußert sich der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, über neue Gefahren im Netz, notwendige Gesetzesänderungen und Schutzkonzepte.

DJI Impulse erscheinen vier Mal pro Jahr in einer Auflage von aktuell 10.000 Exemplaren und richten sich an ein Fachpublikum aus Politik, Praxis, Wissenschaft und Medien.

Weitere Informationen sowie die Ausgabe DJI Impulse 2/2017 erhalten sie auf der Homepage des Deutschen Jugendinstituts

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