Aktuelle Forschungsergebnisse des DJI liefern wichtige Hinweise für eine bessere Prävention

Obwohl die Sensibilität der Gesellschaft für sexuellen Kindesmissbrauch wächst, bleibt die Zahl minderjähriger Opfer in Deutschland hoch. Aktuelle Forschungsergebnisse des DJI über das Ausmaß und den Umgang mit sexueller Gewalt in Heimen und Schulen liefern wichtige Hinweise für eine bessere Prävention. In der neuen Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse werden die bisher unveröffentlichten Studien vorgestellt und notwendige Konsequenzen für Politik und Fachpraxis formuliert.

Unter dem Titel: „Schluss mit Schweigen! Sexuelle Gewalt gegen Kinder ansprechen, aufarbeiten, verhindern“ beschreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DJI und anderer Forschungseinrichtungen, wie Schulen, Heime und Vereine junge Menschen künftig effektiver schützen und Betroffenen besser helfen können. Im Interview äußert sich der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, über neue Gefahren im Netz, notwendige Gesetzesänderungen und Schutzkonzepte.

DJI Impulse erscheinen vier Mal pro Jahr in einer Auflage von aktuell 10.000 Exemplaren und richten sich an ein Fachpublikum aus Politik, Praxis, Wissenschaft und Medien.

Weitere Informationen sowie die Ausgabe DJI Impulse 2/2017 erhalten sie auf der Homepage des Deutschen Jugendinstituts

Das Urban Institute hat ein Studie unter dem Titel "A Matter of Time: The Causes and Consequences of Rising Time Served in America’s Prisons"  (deutsch: Eine Frage der Zeit: Die Ursachen und Konsequenzen langer Haftaufenthalte in den Gefängnissen Amerikas) veröffentlicht. Die Analyse von sozio-demographischen Daten, Ursachen und Konsequenzen langer Haftsrafen sowie Trends werden auf der Homepage des Projekts auf eine innovative Weise visualisiert.

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Eine ausführliche Zusammenfassung der Studie findet sich hier

Der vorliegende Forschungsbericht präsentiert die Ergebnisse eines einjährigen Forschungsprojekts, welches sich dem Phänomen dieser Tätergruppe im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl angenommen hat. Konkret wurden dabei reisende Täter/innen untersucht, die ihren Wohnsitz zur Tatzeit außerhalb Deutschlands hatten und nicht dauerhaft in Deutschland lebten, als auch zugereiste Täter/innen, d.h. solche, die erst vor kurzem mit der Intention nach Deutschland kamen, hier über einen längeren Zeitraum zu bleiben. Ziel der Untersuchung war es, mehr über die Hinter- und Beweggründe von reisenden und zugereisten Tätern/innen zu erfahren. Des Weiteren war von Interesse, wie diese Tätergruppe bei der Tatausführung vorgeht, wie die Mo-bilität innerhalb Deutschlands gewährleistet wird und wie das Nachtatverhalten gekennzeichnet ist.

Der gesamte Bericht kann auf der Internetseite des KFN heruntergeladen werden.

Ioan Durnescu, former CEP Board Member and professor and researcher at the Bucharest University, wrote a paper on the five stages of reentry that prisoners go through after they get released from prison. The research was done on 58 former prisoners from the Jilava prison in Bucharest.

With his paper ‘The five stages of prisoner reentry’ Mr. Durnescu wanted to find out if former prisoners develop a strategy for their reintegration into the society after they are released. He also wanted to see if there was a difference between people that reoffend and those who don’t. “We know from the literature that there is a shock when someone is imprisoned, but there is a shock after the release as well. We wanted to see how they negotiate with it and if they develop some kind of tactic or strategy”, said Mr. Durnescu. While doing research he wanted to find out if there was a difference between Romanian and Roma ex-prisoners as well.

Weitere Informationen sowie den Download des Artikels von Ioan Durnescu finden Sie auf der Seite von CEP - Confederation of European Probation

Der gesamte Artikel kann hier heruntergeladen werden: Weiter zur Homepage der Universität Tübingen.

 

Vorwort

Mit "Kriminalität und Kriminalitätskontrolle" wurde eine Lücke im "Konstanzer Inventar" geschlossen. Ziel war es, im Rahmen einer Sekundäranalyse der verfügbaren Dunkelfeldstudien sowie der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken sowohl Stand und Entwicklung von Kriminalität als auch die Reaktionen der Instanzen strafrechtlicher Sozialkontrolle darzustellen. "Kriminalität und Kriminalitätskontrolle" ist auf dem Berichtsstand des Jahres 2013. Inzwischen liegen die Daten für das Berichtsjahr 2015 vor. Nach zwei Jahren ist eine Aktualisierung angezeigt. Sie wird sich allerdings auf einen Überblick und auf eine Aktualisierung der Ergebnisse der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken beschränken können. Denn neuere Dunkelfeldstudien

sind seitdem nicht mehr hinzugekommen. Nicht aktualisiert werden ferner die Befunde zu „punitiven Tendenzen“, die im Wesentlichen unverändert gültig sind; eine Aktualisierung des damaligen Kapitels V.5 würde keinen Erkenntnisgewinn bringen. Ebenfalls nicht aktualisiert wird die Darstellung der regionalen Divergenzen (Kapitel IX). Eine Angleichung der Diskrepanzen ist in keinem der damals geprüften Bereich erkennbar; die Fortschreibung würde nur bestätigen, was hinlänglich bekannt ist und (gelegentlich) beklagt wird, insgesamt aber weder für Gesetzgeber, Verwaltung oder Justiz Anlass für eine Änderung zu sein scheint. Seismographisch ist für den Zustand der Gesellschaft bemerkenswert, dass Steuerungleichheit in Deutschland weitaus intensiver diskutiert wird als Strafungleichheit.

Ziel des Überblicks ist es deshalb lediglich, die auf amtliche Daten gestützten Befunde zu Kriminalität und Kriminalitätskontrolle bis zum Berichtsjahr 2015 zu aktualisieren. Dass die Ergebnisse der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken wegen der Unterschiede in den Grundgesamtheiten, der Erfassungs- und Aufbereitungsgrundsätze nur eingeschränkt miteinander vergleichbar sind, wurde im einführenden Kapitel von "Kriminalität und Kriminalitätskontrolle" ausführlich dargelegt. Hieran hat sich zwischenzeitlich nichts geändert, weshalb darauf verwiesen werden kann. Die Absichtserklärung der jetzigen Regierungskoalition in ihrem Koalitionsvertrag vom 27.11.2013 (S. 147: "Die Kriminal- und Rechtspflegestatistiken machen wir aussagekräftiger") wurde nicht umgesetzt und ist in der jetzigen Legislaturperiode auch nicht mehr zu erwarten.

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