Drohnen lieferten Marihuana ins Gefängnis. Das geht aus einer Parlamentarischen Anfrage hervor.

Dicken Mauern und Gitter vor den Fenstern zum Trotz – Häftlinge und ihre Helfershelfer gehen mit der Zeit: Marihuana und Haschisch kommen dieser Tage per Drohne frei Haus. Über der Haftanstalt Moabit, einen Steinwurf vom Regierungsviertel entfernt, warfen Multikopter im vergangenen Jahr sechs Gramm Marihuana und elf Gramm Haschisch ab. Pech nur, dass das „Dope“ die Kunden nie erreichte – denn sonst hätte die Senatsverwaltung für Justiz wohl gar keine Kenntnis von den luftigen Lieferungen

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Manches Urteil sorgt für Unverständnis. Bürger halten Entscheidungen für zu hart oder zu lasch – und machen ihrem Ärger im Internet Luft. Ein Gespräch mit zwei Richtern.

Herr Henle, Frau Braun, offenbar finden viele Bürger so manches Gerichtsurteil nicht gerecht. Auf unserer Facebookseite diskutieren Nutzer darüber, warum ein Mann nur eine Bewährungsstrafe bekommt, der auf einem Fest in Ichenhausen einen Besucher schwer verletzt. Und ein Mann, der in die Sparkasse am Günzburger Markt eingedrungen ist, dort mit einer Frau Sex hatte und in die Ecke uriniert, bekommt – auch wegen anderer Delikte – eine Haftstrafe. Wie gerecht kann ein Gerichtsurteil sein?

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Ich bin immer wieder von den Freizeitangeboten in der JVA Hohenleuben, die die Resozialisierung fördern sollen, erstaunt. Zwar gehört Kraftsport noch zur Lieblingsfreizeitbeschäftigung, aber auch Kreatives ist gefragt.

Ob Papierfalten und Basteln vor den Osterfeiertagen, um sich bei der Bibliothek für die Kooperation zu bedanken, oder Projekte wie die Theatergruppe oder der Rap-Workshop, die es von den Gefängnisinsassen erfordern, ihr Inneres nach Außen zu tragen, sich auch mal verletzlich zu zeigen, in andere Rollen zu schlüpfen oder das eigene Verhalten, das sie in ihre jetzige Situation geführt hat, kritisch zu reflektieren.

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Die Zellen in der JVA Bautzen sind voll belegt – auch weil die Zahl der Äusländer hinter Gittern steigt.

Miloslaw H. aus Schluckenau wird jetzt wieder eine Weile im Gefängnis wohnen. Das Amtsgericht Bautzen hat den Tschechen diese Woche wegen schweren und bandenmäßigen Diebstahls zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die wird der 58-Jährige wieder in Bautzen absitzen. Das Gefängnis kennt er schon. Und es gefällt ihm gut, hat er dem Richter erzählt. Viel besser ist es da als zu Hause in Šluknov, wo er nämlich gar kein Zuhause hat.

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Hannover. Straftäter der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel haben im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis Mails an Polizeischüler geschrieben. Das Modellprojekt sollte die Resozialisierung der Gefangenen fördern und gleichzeitig den Blickwinkel der angehenden Polizisten öffnen.

Nach ausgiebiger Auswertung des ungewöhnlichen Projekts haben die Beteiligten nun eine positive Bilanz gezogen. Drei Monate lang engagierten sich zehn Schüler der Polizeiakademie Niedersachsen bis Februar 2016 als ehrenamtliche Onlinebegleiter. Danach endete – wie vorgesehen – der Kontakt mit den zehn ausgewählten Häftlingen. Einige Straftäter gaben in ihren Mails Persönliches preis, andere öffneten sich ihren Briefpartnern so weit, dass sie auch über ihre Taten berichteten, wieder andere schrieben hingegen lieber über Erlebnisse beim Sport. „Es waren einige Inhaftierte darunter, die etwa über ihre Familien und Freunde schrieben, über Wünsche und die Zeit nach dem Knast“, sagt Projektleiter Tim Krenzel.

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