Doppelt belegte Zellen, bis zu acht Menschen in Gemeinschaftsräumen – in vielen deutschen Haftanstalten wird es eng. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die gesellschaftliche Entwicklung wirke sich zeitverzögert auf die Gefangenenzahlen aus, heißt es. Vielerorts in Deutschland werden die Plätze in Gefängnissen knapp. In Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sitzen in einzelnen Justizvollzugsanstalten derzeit mehr Inhaftierte als ursprünglich vorgesehen, ergab kürzlich eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hafträume müssen deshalb doppelt belegt oder Gefangene in andere Gefängnisse des Bundeslandes verlegt werden.

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Justizminister Guido Wolf hat bei einem Besuch der Landesanstalt Bewährungs- und Gerichtshilfe die Leistungen der Mitarbeiter bei der Übertragung und Weiterentwicklung der Bewährungs- und Gerichtshilfe gewürdigt. Die Aufgaben wurden zu Beginn des Jahres auf die neu gegründete Anstalt übertragen.

Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf hat die Zentrale der Landesanstalt Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) in Stuttgart besucht. Die Aufgaben der Bewährungs- und Gerichtshilfe einschließlich des Täter-Opfer-Ausgleichs wurden zu Beginn des Jahres auf die neu gegründete BGBW übertragen, nachdem sie 10 Jahre lang durch einen freien Träger, die gemeinnützige Neustart gGmbH, wahrgenommen wurden. Minister Wolf würdigte die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Übertragung und Weiterentwicklung der Bewährungs- und Gerichtshilfe: „Sie haben sich in diesen schwierigen Prozess mit vielen Ideen und großem Engagement eingebracht. Hierfür gilt Ihnen mein herzlicher Dank.“

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In dieser Woche tagen führende Drogen- und Suchtexperten in Hamburg und diskutieren über die partielle Freigabe von Rauschmitteln. Henrik Jungaberle ist dafür – unter einigen Voraussetzungen. Der Drogen- und Präventionsforscher Henrik Jungaberle (49) hat ein Aufklärungsbuch über „High sein“ geschrieben, führt das Präventionsinstitut Finder und fordert eine offenere Drogenpolitik: Nur über eine Teillegalisierung des Drogenmarktes könne der kriminelle Schwarzmarkt besser kontrolliert werden, sagt er. Am Mittwoch wird er mit anderen Fachleuten auf Einladung des Bundes Deutscher Kriminalisten (BDK) den Hamburger Kampf gegen Drogenkriminalität analysieren und Alternativen erörtern.

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 Das Justizministerium überprüft nicht, wer in Rheinland-Pfalz als muslimischer Seelsorger in Gefängnissen arbeitet. Denn auf deren Auswahl hat das Land keinen Einfluss. Die Opposition schlägt Alarm. CDU und AfD sehen potenzielle Gefahren im Einsatz von Imamen des türkisch-islamischen Dachverbandes Ditib. Die CDU-Fraktion wirft der Ampel-Regierung vor, eine Einflussnahme durch die Türkei zuzulassen und mögliche Radikalisierungen in Gefängnissen in Kauf zu nehmen.

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Eins, zwei, drei, Türen auf - Kriminologen des KFN in Hannover interviewen reisende Täter, die im Gefängnis sitzen. Er war nicht mehr ganz jung, doch er brauchte das Geld. Eigentlich war der heute 45-jährige Kroate nach Deutschland gekommen, um zu arbeiten. Doch es klappte nicht mit den Jobs, drei Monate war er mit der Miete im Rückstand, "und dann bin ich einfach Einbrechen gegangen", erzählt er. Ein Rumäne spricht von einem anderen Motiv: Bruder und Cousins kamen von ihren Einbruchstouren nach Deutschland immer mit Geld zurück: "Das begeisterte mich einigermaßen." Ein Dritter hatte zu Hause in Polen eine kriminelle Karriere eingeschlagen. Ihn sprach der Bruder seiner Freundin an. "Hör zu, du wirst mit mir rumfahren, zum Beispiel, sagt er, zu Wohnungseinbrüchen in Deutschland, und ich sage: kein Problem."

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