Magdeburg (MJ). Für den Täter-Opfer-Ausgleich nach Jugendstrafrecht stehen in Sachsen-Anhalt  bis 2022 insgesamt rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.  Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt fördert damit ab dem 01. Juli 2017 Maßnahmen geeigneter freier Träger der Straffälligenhilfe.

Interessierte freie Träger der Straffälligenhilfe können sich mit einer Projektkonzeption beim Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt - Referat 406 - , Domplatz 2 – 4, 39104 Magdeburg bis zum 30. Mai 2017 um eine Förderung bewerben.

Justizministerin Anne-Marie Keding: „Gerade im Bereich der Jugendkriminalität spielt die Auseinandersetzung des Täters mit seiner kriminellen Handlung eine wichtige Rolle. Die Gegenüberstellung mit dem Opfer zwingt ihn, sich mit den Folgen seiner Tat auseinanderzusetzen. Der Täter-Opfer-Ausgleich erspart dem Opfer einen möglichen Rechtsstreit und die Vernehmung als Zeugen.“

Die Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Mittel und beinhaltet die Finanzierung von projektbezogenen Personal- und Sachausgaben. Verspätet eingereichte Projektkonzeptionen können nicht berücksichtigt werden.

Nähere Informationen zum Projektauswahlverfahren, zu den Projektinhalten und zu den Fördervoraussetzungen stehen auf der Internetseite www.justiz.sachsen-anhalt.de, Rubrik „Sozialer Dienst“ unter „Vereinsförderung“ oder unter diesem Link.

Unterstützen, sichtbar machen und resozialisieren anstatt wegsperren - Innovatives Projekt für Häftlinge mit psychischer Erkrankung jetzt ausgezeichnet.

Sie werden von der Gesellschaft oft mit Geringschätzung und Misstrauen betrachtet. Die Rede ist von Personen, die von der Justiz als geistig abnorme Rechtsbrecher bezeichnet werden, also Häftlingen mit psychischen Erkrankungen. Der Verein „SiM“ möchte diese Personengruppe sichtbar machen und zeigen, dass sie resozialisierungsfähig sind.

Weiter zum Artikel auf bizeps.or.at

Schweiz - Die Meinungen über die Arbeit und die Jugendlichen im Platanenhof gehen auseinander. Das Thema polarisiert, denn es sind schwierige Jugendliche – mit einer Vorgeschichte. Die Leiterin des Platanenhofs, Dagmar Müller, setzt auf Aufklärung und Dialog, um Missverständnissen entgegen zu wirken.

Nein, einfach ist die Ausgangslage des Platanenhofes und seiner häufig unfreiwilligen Gäste nicht zu erklären. Es ist eine Extremsituation und das bringt natürlich extreme Meinungen mit sich, sie gehen weit auseinander. Das Jugendheim bewegt sich zwischen Jugendknast und Kuscheljustiz. Doch die Heimleiterin Dagmar Müller lässt beides nicht gelten. Was der Platanenhof ist und wie der Alltag aussieht, erläuterte sie an einer Veranstaltung. 12 Interessierte folgten der Einladung, liessen sich informieren und stellten Fragen.

Weiter zum Artikel von Thomas Riesen auf www.infowilplus.ch

Der Arbeitsplan des European Forum for Restorative Justice (EFRJ) für 2017 zielt darauf ab, effiziente und effektive Methoden für die Bereitstellung von Restorative Justice Diensten in ganz Europa zu ermitteln.

Dieses Vorgehen stützt sich auf die Vorschriften der EU-Opferrichtlinie, wonach alle EU-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen werden, sichere Qualitäts-Mindeststandards für alle Opfer von Straftaten zu gewähren.

Gerne können Sie das EFRJ über relevante Literatur im Hinblick auf die Effizienz und Effektivität von Restorative Justice (RJ), Evaluierungsberichte über RJ Dienste/Wiedergutmachungsdienste

und relevante statistische Daten über RJ-/Mediationspraktiken in Form einer kurzen Zusammenfassung (ca. 300 Wörter) informieren.

Bitte senden Sie diese Informationen an das EFRJ per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) mit der Betreffzeile ‘Research on efficiency and effectiveness of RJ’ bis zum 1. Juni 2017 zu.

Zudem ist es noch möglich, an einer (englischsprachigen) Umfrage über Restorative Praktiken teilzunehmen und das EFRJ über die Vorgehensweise von RJ im Falle von Missbrauch an älteren Personen in Deutschland

und in Fällen von Verkehrsunfällen in Deutschland zu informieren.

Weitere Links

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Vom Mörder zum Nachbarn: Der Weg zur erfolgreichen Resozialisierung. Projektgruppe "Resozialisierung" überreicht Abschlussbericht an Justizministerin

NIEDERSACHSEN - Ein erfolgreicher Wiedereingliederungsprozess verurteilter Straftäter betrifft die gesamte Gesellschaft. Er beginnt mit der Aufnahme der Gefangenen im Vollzug und geht über ihre Entlassung hinaus bis zur Begleitung im Alltag in der Zeit nach der Haft. Straffällig gewordene Menschen müssen zukünftig ein Leben ohne Straftaten führen. Die Erreichung dieses Ziels beschäftigt Justizvollzug, Bewährungshilfe und Straffälligenhilfe gleichermaßen. Jeder dieser drei Akteure ist vor unterschiedlichen Herausforderungen gestellt. Durch eine engere Kooperation kann die Arbeit nachhaltig verbessert werden. Die deshalb im Jahr 2016 auf Initiative des Justizministeriums gegründete Projektgruppe „Resozialisierung" hat nunmehr ihren Abschlussbericht fertig gestellt, der heute Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz offiziell übergeben wurde.

Weiter zur Pressemitteilung auf dem Internetportal des niedersächsischen Justizministeriums

 

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