Das Modellprojekt Resozialisierung und soziale Integration (RESI)                                          

Auf Initiative der  früheren schleswig-holsteinischen Justizministerin und jetzigen Düsseldorfer Regierungspräsidentin  Anne Lütkes finanzierte der Verein »wir helfen« in Zusammenarbeit mit dem Kölner Stadtanzeiger in den Jahren 2008 bis 2012  ein Projekt, in dem vieles realisiert werden konnte, was zwar fachlich gefordert aber bisher in Deutschland so kompakt  nicht verwirklicht wurde :

  • eine durchgehende Betreuung von jugendlichen Strafgefangenen vor und nach ihrer Haftentlassung
  • 1:1– Intensivbetreuung durch streetwork-erfahrene Sozialarbeiter / Sozialpädagogen , insbesondere in Krisensituationen
  • ein Höchstmaß an individueller und situativer Betreuung je nach Bedarf und Bedürnis der Jugendlichen, auch außerhalb der üblichen Präsenz- und Arbeitszeiten
  • ein leistungsfähiges Verbundsystem stationärer und ambulanter Hilfen mit einem fallsteuernden Lotsen  (Case-Management) und unbürokratischen Trägerstrukturen 
  • Aktvierung des regionalen Hilfesystems und Entwicklung von Netzwerken der Jugendhilfe und des Jugendkriminalrechts
  • flexible Finanzierung nach Fachleistungsstunden

Das Kölner Projekt konzentrierte sich auf insgesamt vierundzwanzig Jugendliche zwischen vierzehn und neunzehn Jahren, die aus dem Jugendstrafvollzug in Nordrhein-Westfalen wieder nach Köln zurückkehrten und dort intensiv betreut wurden. Etwa die Hälfte von ihnen hatte einen Migrationshintergrund.

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