Rosdorf. "Wir sind eingesperrt, aber das hatte etwas befreiendes": Häftlinge haben zusammen mit Bediensteten der JVA Rosdorf bei einem Kunstprojekt acht Betonskulpturen gestaltet. 

Die Skulpturen aus Betonmörtel stehen auf dem schmalen Grünstreifen vor den stacheldrahtbewehrten Mauern der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf. Enstanden sind sie in einem gemeinsamen Projekt von Inhaftierten und Bediensteten des Gefängnisses unter der Anleitung eines Künstlers aus Bad Gandersheim. „Kunst im Vollzug ist gar nicht so ungewöhnlich“, sagte JVA-Leiterin Regina Weichert-Pleuger bei der Vorstellung der Kunstwerke am Mittwoch. Davon bekomme die Öffentlichkeit in der Regel aber nur wenig zu sehen. Auch deshalb habe man sich entschieden, die Skulpuren vor der Anstalt aufzustellen, um sie mehr Menschen zugänglich zu machen.

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Nach dem „Gemeinsamen Zwischenbericht zum Ausbau der Kooperation auf dem Gebiet des Strafvollzugs“ vom September 2016 prüft die Projektgruppe Justizvollzug Hamburg 2020 derzeit folgende Alternativen: A) – Verbleib der Jugenduntersuchungshaft, des Jugendarrestes und des Offenen Vollzugs in H-Sand bei Kooperation in den übrigen Bereichen mit Schleswig-Holstein (SH); B) – Verlegung des gesamten Jugendvollzugs in die Häuser 1 und 3 der JVA Fuhlsbüttel; C) –Komplettneubau des gesamten Jugendvollzugs an der JVA Billwerder; D) – Neubau einer Jugenduntersuchungshaft mit Kompetenzfeststellungszentrum in Billwerder sowie des Verbleibs des Offenen Vollzugs und der Strafhaft <6 Monate in Hamburg bei Kooperation in den übrigen Bereichen mit SH; E) – Verbleib des kompletten Jugendvollzugs auf Hahnöfersand, mit baulichen Veränderungen.

Chemnitz. Polizeipräsident Uwe Reißmann (61) unterschrieb mit Bürgermeister Miko Runkel (56), Bildungsagenturchef Burkhardt Heinze (54) und Vize-Jugendamtsleiter Tobias Stopat (57) eine Kooperationsvereinbarung zur Prävention gegen Straftaten und zur Förderung starker Jugendlicher.

Zwei Jahre lief ein Modellversuch. Er war so erfolgreich, dass die Beteiligten - dazu zählen auch freie Träger - die Zusammenarbeit nun auf festes Fundament stellen.

Ines Vorsatz (54) vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt verwaltet die Datenbank der Angebote: 86 Kurse, Workshops oder Theaterprojekte stehen drin. „Gibt es in einer Klasse Gewalt, kann die Schulleitung zum Beispiel beim Verein Inpeos Hilfe anfordern“, erklärt Ines Vorsatz. „Dann kommen echte Experten in die Klasse - die kriegen die Kids. Findet das Problem außerhalb der Schule statt, schicken wir Sozialarbeiter.“

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Ulm. Die Bewährungs- und Straffälligenhilfe erfüllt eine wichtige Funktion, aber das Geld fehlt. „Wir brauchen dringend Spenden“, sagt der Vorsitzende Stefan Adamski.

Sie prägten jahrzehntelang den Verein – jeder auf seine Art und auf unterschiedlichen Positionen. Am Dienstag hat Stefan Adamski in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Ulm zum einem seinen Vorgänger Gerd Gugenhan, zum anderen Sozialarbeiter Magnus Bopp verabschiedet. Bopp, ein Urgestein in der Betreuung von entlassenen Straftätern, geht in den Ruhestand. Gugenhan wird als Vorsitzender Richter am Landgericht der Justiz bis Mitte 2019 erhalten bleiben – was die Gauner sicherlich nicht gerne hören. Aber er wird künftig nur noch einfaches Mitglied der Bewährungs- und Straffälligenhilfe sein. Nach elf Jahren als Vorsitzender – den Posten hatte er bereits 2016 abgegeben – und insgesamt 26 Jahren im Vorstand sah er die „Zeit für einen Generationswechsel“ gekommen.

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Seit einigen Jahren engagiert sich die Denkzeit-Gesellschaft zunehmend im Bereich Deradikalisierung und leistet mit ihrem psychodynamischen Verständnis in der Fachdebatte einen relevanten Beitrag. In der langjährigen Arbeit mit delinquenten und devianten jungen Menschen gab es immer auch Berührungspunkte mit radikalisierten oder sich radikalisierenden jungen Menschen. Unsere praktischen Erfahrungen und die fachlichen Erkenntnisse, die wir damit in Einklang gebracht haben, möchten wir sowohl betroffenen jungen Menschen, als auch Personen, die im beruflichen Umfeld mit Radikalisierung konfrontiert sind, zugänglich machen. Zudem möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen für eine bessere Vernetzung von Praxis und Forschung engagieren, auch um einen Beitrag zur Professionalisierung pädagogischer Arbeit im Bereich Deradikalisierung zu leisten.

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