Ein Mann verbüßt für seine brutalen Verbrechen eine lebenslange Haftstrafe. Während der Haft lässt er sich nichts zuschulden kommen, ist absolut unauffällig, bis er eine Therapie verweigert. Ein junger Russlanddeutscher gerät im Gefängnis in die Fänge der russischen Mafia. Ein anderer verweigert die vorzeitige Entlassung, weil er sich einem Leben außerhalb der Gefängnismauern nicht gewachsen fühlt. JVA-Leiter und Rechtswissenschaftler Thomas Galli wirft anhand authentischer Fälle einen kritischen Blick auf Grenzen und Möglichkeiten des Strafvollzugsystems und zeigt die ungerechte gesellschaftliche Verteilung moralischer und rechtlicher Schuld. Sind Gefängnisstrafen überhaupt sinnvoll. Mindern sie nicht vielmehr die soziale Anschlussfähigkeit und Integrationschancen?

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Thema

 

„Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.
Das vorgelegte Gesamtkonzept einer wirkungsorientierten und nachhaltigen ‚Komplexleistung Resozialisierung‘ beruht dabei auf fünf Bausteinen:

 

  • dem fachlichen Konzept,
  • dem Case-Management als professioneller Methode der Fallsteuerung,
  • dem Reso-Management als Handlungskonzept für Führungskräfte,
  • einer Opferorientierung als sozial gerecht erweiterter Zielsetzung und
  • einer verstärkten Forschung und Entwicklung zur Steigerung der Interventionswirksamkeit aller Akteure.

 

In konkreten Vorschlägen zu Resozialisierungs- und Opferschutzgesetzen auf Landesebene werden Analysen und Innovationsvorschläge zusammengefasst und eine Strategie zu einer dringend gebotenen Verbesserung der politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Resozialisierung entwickelt.“ (Verlagsinformation)

In der Zeitschrift Forum Strafvollzug Heft 2/2017 ist eine Rezension von Prof. em. Dr. Frieder Dünkel zu dem Buch Maelicke/Wein "Komplexleistung Resozialisierung. Im Verbund zum Erfolg" erschienen.

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Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.

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Thema

 

Bietet der Rechtsstaat in Deutschland durch sein Strafrecht seinen Bürgerinnen und Bürgern ein hohes Maß an Sicherheit und Lebensqualität? Ist durch Strafvollzug eine sozial gerechte Konfliktlösung zu erreichen, die nachhaltig wirkt? Ist eine Verbesserung des Strafrechts überhaupt zielführend oder muss nicht viel eher ein Ersatz für das Strafrecht gesucht werden das verantwortliches und konstruktives Handeln aller Beteiligten fördert und damit zu einer sozialen, das eigene Tun reflektierenden Gesellschaft beiträgt?

 

Bernd Maelicke fordert mit seiner persönlichen Zwischenbilanz eine differenzierte Auseinandersetzung zum Thema „Wegsperren oder resozialisieren?“.

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