Mit diesem Buch gehen Sie direkt ins Gefängnis und schon befinden Sie sich in einem Kaleidoskop von Lebenswelten: Sie lernen einen verhinderten Bankräuber kennen, erleben mit, wie ein Hund Einfluss auf eine Entscheidung für das Leben nimmt und was in einem flüchtigen Sicherungsverwahrten vorgeht, der von einem Kriminalkommissar besucht wird. Sie erfahren, wie Eitelkeiten einen Dr. B. zum Gefängnisinsassen werden lassen und wie man mit viel Glück trotz Festnahme den Sieg der Deutschen im Viertelfinale beim Public Viewing feiern kann. Was aus einem verschluckten Brillanten geworden ist, finden Sie vielleicht selbst heraus, dafür wird Ihnen demonstriert, wie man Dämonen vertreiben kann.

Die Autoren – eine ehemalige Gefängnisdirektorin und ein Gefängnispfarrer – erzählen in 18 Geschichten von komischen, traurigen, witzigen und beeindruckenden Ereignissen und von einigen Personen, die einem gar nicht so fremd sind. Kein „Hinter Gittern“ eines Privatsenders in Buchform, kein rein erfundenes Material, sondern so oder anders erlebte Begebenheiten, liebevoll und beeindruckend illustriert von Sabine Wilharm. Ein berührendes Buch über eine etwas andere Welt.

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Ein Mann verbüßt für seine brutalen Verbrechen eine lebenslange Haftstrafe. Während der Haft lässt er sich nichts zuschulden kommen, ist absolut unauffällig, bis er eine Therapie verweigert. Ein junger Russlanddeutscher gerät im Gefängnis in die Fänge der russischen Mafia. Ein anderer verweigert die vorzeitige Entlassung, weil er sich einem Leben außerhalb der Gefängnismauern nicht gewachsen fühlt. JVA-Leiter und Rechtswissenschaftler Thomas Galli wirft anhand authentischer Fälle einen kritischen Blick auf Grenzen und Möglichkeiten des Strafvollzugsystems und zeigt die ungerechte gesellschaftliche Verteilung moralischer und rechtlicher Schuld. Sind Gefängnisstrafen überhaupt sinnvoll. Mindern sie nicht vielmehr die soziale Anschlussfähigkeit und Integrationschancen?

Die folgende Rezension ist auf socialnet.de veröffentlicht worden. Hier geht es zur Rezension auf socialnet.de

Thema

 

„Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.
Das vorgelegte Gesamtkonzept einer wirkungsorientierten und nachhaltigen ‚Komplexleistung Resozialisierung‘ beruht dabei auf fünf Bausteinen:

 

  • dem fachlichen Konzept,
  • dem Case-Management als professioneller Methode der Fallsteuerung,
  • dem Reso-Management als Handlungskonzept für Führungskräfte,
  • einer Opferorientierung als sozial gerecht erweiterter Zielsetzung und
  • einer verstärkten Forschung und Entwicklung zur Steigerung der Interventionswirksamkeit aller Akteure.

 

In konkreten Vorschlägen zu Resozialisierungs- und Opferschutzgesetzen auf Landesebene werden Analysen und Innovationsvorschläge zusammengefasst und eine Strategie zu einer dringend gebotenen Verbesserung der politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Resozialisierung entwickelt.“ (Verlagsinformation)

In der Zeitschrift Forum Strafvollzug Heft 2/2017 ist eine Rezension von Prof. em. Dr. Frieder Dünkel zu dem Buch Maelicke/Wein "Komplexleistung Resozialisierung. Im Verbund zum Erfolg" erschienen.

Die Rezension können Sie hier als .pdf-Datei herunterladen: Download

Das seit den 1950er-Jahren ungesteuert entwickelte System der Resozialisierung bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Die ambulanten und stationären Maßnahmen und Hilfen zur Reduzierung des Rückfalls (Strafvollzug, Bewährungshilfe, Freie Straffälligenhilfe) erreichen nicht mehr die fachlich mögliche, optimale Wirkung. Diese These untermauern Maelicke und Wein mit aktuellen empirischen Untersuchungen aus den deutschen Bundesländern und einem internationalen Vergleich beispielhafter Innovationen.

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