Kriminalität ist männlich dominiert, besonders junge Männer sind in den Statistiken stark vertreten. Jugendstrafrecht ist de facto in erster Linie ein Jungenstrafrecht. Doch woran liegt diese negative männliche Dominanz, welche Auswirkungen haben Männlichkeitsnormen, Rollenbilder und Geschlechterrollenstereotype? (Wie) wirken sich kulturelle und biologische Unterschiede auf das Verhalten junger Männer aus, und wie kann man den daraus resultierenden Schwierigkeiten in der pädagogischen und justiziellen Arbeit begegnen?

Weitere Informationen auf ev-akademie-boll.de

Schuldenregulierungsfonds, auch Resozialisierungsfonds genannt, bieten straffällig gewordenen Frauen und Männern sowie deren Angehörigen eine Entschuldungshilfe im Rahmen einer Schuldenregulierung. Ziel ist es, den wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen und folglich die soziale und berufliche Lebenssituation zu stärken. Die in den 70er und 80er Jahren gegründeten Fonds gehen auf Initiativen von Privatpersonen, Justizministerien und Trägern der freien Straffälligenhilfe zurück und sind bisher in acht westlichen Bundesländern der BRD angesiedelt. Durch die Vergabe zinsloser oder zinsgünstiger Darlehen an Straffällige hat sich das Fondsmodell als wichtige Entschuldungshilfe für einen wirtschaftlichen Neuanfang bewährt. Auf einer Fachtagung im Jahr 2015 zur Schuldnerberatung in der Straffälligenhilfe wurde deshalb dafür plädiert, auch in den verbleibenden Bundesländern die Einrichtung von Schuldenregulierungsfonds aus öffentlichen und/oder privaten Mitteln zu fördern. Mit der Fachtagung „Schuldenregulierungsfonds in der Straffälligenhilfe“ möchte der Verein Bremische Straffälligenbetreuung unter der Schirmherrschaft des Senators für Justiz und Verfassung Bremen und unter Einbeziehung der bereits bestehenden Fonds dazu beitragen. Es sollen die besondere Bedeutung von Fonds als Entschuldungshilfe betrachtet und die verschiedenen Modelle der Schuldenregulierungsfonds vorgestellt und diskutiert werden. 

Weitere Informationen und Anmeldung auf straffaelligenhilfe-bremen.de

"Was bist du von Beruf?" Früher konnte man mithilfe dieser Frage sein Gegenüber gesellschaftlich einordnen. Es gab Korporationen, Berufsehre und Meisterschaft. All dies garantierte Identität und Zugehörigkeit. Parallel dazu boten Organisationen eine meist lebenslange Erwerbsgrundlage, in der die Arbeit verrichtet wurde. 
Heute hat ein Beruf kaum mehr Bedeutung und Arbeit wird zunehmend in Netzwerken verortet. Dies sind soziale Systeme, die vornehmlich aus Geschäftsbeziehungen bestehen. Darin gilt es, eigene Interessen zu verfolgen und gezielt auszuwählen, wann und wie man sich auf gemeinsame Vorhabe einlässt. Hierbei kommt der individuellen Autonomie ein zentraler Stellenwert zu.

Annäherung

Identität wird immer weniger gesellschaftlich zur Verfügung gestellt. Identitätsarbeit ist komplex und zu einem lebenslänglichen Prozess geworden, der vor allem Professionalisierung bedeutet. Um mit den gestiegenen Anforderungen Schritt halten zu können, muss die eigene Identität optimal als Ressource genutzt werden. Wenn also von Identität und Identitätskonstruktionen gesprochen wird, gilt es individuell eine Balance zwischen Verwertbarkeit und Persönlichkeitsentwicklung herzustellen. Es geht sowohl um Passung als auch um Einzigartigkeit.
Dennoch ist Identität eben nicht nur eine individuelle Angelegenheit. Globale Ereignisse, wie Migrationsbewegungen und Finanzkrisen wirken auf die Privatsphäre ein. Die administrative Überwachung sowie die Abhängigkeit von Expertenwissen nehmen zu. Es entstehen globale existenzbedrohliche Risiken, wie nukleare Technologie und Klimawandel, und die verwirrende Vielfalt an digitalen Kommunikationsangeboten explodiert ebenso wie die Handlungsoptionen.

Die Changetagung 2018 will Antworten finden:

  • Wie sehen neue Konzepte für Identität, Zusammenarbeit und Führung aus?

  • Wie verändert sich Zugehörigkeit in neuen Organisationsformen?

Über 60 Mitwirkende aus unterschiedlichsten Disziplinen untersuchen, welchen Stellenwert Identität in der modernen Arbeitswelt hat. Was hat sich verändert und was ist gleichgeblieben? Und wie wirkt sich all dies auf Mitarbeitende und Führungskräfte in Organisationen aus?

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Ihr
Olaf Geramanis & Stefan Hutmacher

Weitere Informationen zur Tagung und Anmeldung unter changetagung.ch

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den Justizvollzugsanstalten gibt es immer wieder Gefangene, bei denen sich die Bediensteten fragen, ob diese nicht unter einer psychischen Erkrankung leiden. Besonders problematisch sind in der Praxis dann die Grenzfälle. Bei Mitarbeiterbefragungen wird häufig der Umgang mit diesen Gefangenen als

besonders belastend beschrieben.

Sie sind Führungskraft und insofern auch dafür verantwortlich, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handlungssicher und kompetent mit solchen Situationen umgehen. Bei unserer Veranstaltung „Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit psychisch auffälligen Gefangenen als Führungsaufgabe“ am 13.02.2018 in Celle werden Sie sich über Erfahrungen mit der Problematik austauschen und Strategien erarbeiten, wie Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen können.

Die Leitung dieses Seminares übernimmt Herr Rolf Koch von der Führungsakademie.

Unterkategorien

feed-image RSS Feed