Familien befinden sich in kontinuierlicher Bewegung, sowohl, was ihr Zustandekommen betrifft, als auch ihre Formen und Zusammensetzung im Lebensverlauf. Vielfach halten jedoch öffentliche Angebote und rechtliche Regulierungen mit den Veränderungen und ungleichen Lebenslagen von Müttern, Vätern und Kindern (noch) nicht Schritt. Die Tagung fragt danach, wie Rechte und Pflichten, Sorgen und Freuden sowie Ressourcen gerecht verteilt werden können und welche Rolle dem Staat dabei zukommt. 

Datum: 20. November 2017 16:00 Uhr - 21. November 2017 bis 16:00 Uhr
Veranstalter: Deutsches Jugendinstitut
Ort: Hotel Aquino, Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin
 

15. Tagung der KrimG 28.-30.09. – Frühbucherrabatt nur noch bis 31. Juli! Kriminologische

WELT IN BEWEGUNG

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte weitere Interessenten am Tagungsthema:

noch bis zum 31. Juli besteht die Möglichkeit zur Anmeldung für die 15. wissenschaftliche Tagung vom 28. - 30. September in Münster zum reduzierten Frühbucherpreis.

Neben Plenarvorträgen zu Migration und Flüchtlingen, rechtsextremistischer und salafistischer Radikalisierung und Umwelt- und Unternehmenskriminalität werden in mehr als 90 Vorträgen Themen aus allen Bereichen der Kriminologie, u.a. zu Jugendkriminalität, Rational-Choice-Ansätzen, Strafvollzug und Wirtschaftskriminalität behandelt. Zudem wird eine Diskussionsrunde zur Lage der deutschsprachigen Kriminologie stattfinden.

Das vollständige Tagungsprogramm ist online unter https://www.jura.uni-muenster.de/de/institute/kriminologie/krimg17/programm verfügbar. Bei Fragen können Sie uns gerne eine E-Mail senden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder uns anrufen (+49-(0)251-83 22749).

Mit besten Grüßen aus Münster

Prof. Klaus Boers

Präsident der Kriminologischen Gesellschaft

Eine Opferorientierung im Justizvollzug zielt darauf ab, berechtigte Belange und Schutzbedürfnisse von Opfern zur Geltung zu bringen, eine Auseinandersetzung der Gefangenen mit den Folgen ihrer Straftaten zu fördern und Möglichkeiten der Täter-Opfer-Kommunikation zu erweitern. Resozialisierungsauftrag und Opferorientierung werden als einander ergänzende Aufgaben des Justizvollzuges verstanden.

 

Nachdem im Frühjahr 2016 eine erfolgreiche Kooperationstagung mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dem Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie der Georg-August-Universität Göttingen zu Restorative Justice und Opferorientierung im Justizvollzug stattgefunden hat, soll diese Tagung die Auseinandersetzung mit der Thematik vertiefen, konkrete Projekte aus der Praxis genauer beleuchten und Impulse für die Zukunft geben.

An vielen Stellen hat die Digitalisierung unser Leben in den vergangenen Jahren vereinfacht: Wer eine Wohnung oder eine Arbeit sucht, einen Termin beim Bürgeramt benötigt oder sich informieren möchte, nutzt dafür das Internet und spart sich lange Wege oder Wartezeiten. Diese Entwicklung scheint nicht mehr aufhaltbar zu sein und ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass viele Angebote nur noch im Netz zu finden sind. Wer kein Internet nutzt, wird mehr und mehr aus wesentlichen Lebensprozessen ausgeschlossen.

 

Auf der anderen Seite birgt das Internet natürlich auch vielfältige Möglichkeiten des Missbrauchs. So könnte es genauso bequem genutzt werden, um Straftaten zu begehen – zum Beispiel aus der Haft heraus.

Nachdem im Frühjahr 2016 eine erfolgreiche Kooperationstagung mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dem Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie der Georg-August-Universität Göttingen zum Thema Opferorientierung im Justizvollzug stattgefunden hat, soll diese Tagung die Auseinandersetzung mit der Thematik vertiefen und konkrete Projekte aus der Praxis genauer beleuchten. Die Konzeption einer Opferorientierung auf der Grundlage der Ansätze zur Restorative Justice stellt für den Justizvollzug eine Erweiterung seiner Perspektive dar: Resozialisierung als Verantwortungsübernahme und gesellschaftliche Integration wird auch aus der Sicht der Opfer von Straftaten betrachtet. Deren berechtigte Belange und Schutzbedürfnisse zu berücksichtigen ist eine wichtige Voraussetzung für Wiedereingliederung und Rechtsfrieden. International aber auch in vielen Bereichen des Justizvollzuges in Deutschland existieren erste Erfahrungen mit unterschiedlichen Maßnahmen, die eine Auseinandersetzung der Gefangenen mit den Folgen ihrer Straftaten fördern und Möglichkeiten der Täter-Opfer-Kommunikation erproben. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Vorträge und Workshops, in denen diese Maßnahmen vorgestellt und kritisch reflektiert werden. Die Tagung ist eine Kooperation des Niedersächsischen Justizministeriums mit dem Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen und dem Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie der Universität Göttingen. Sie wird geleitet von Frau Christiane Jesse, Herrn Prof. Thomas Bliesener und Prof. Kathrin Höffler. Tagungsort ist das Tagungs- und Veranstaltungshaus „Alte Mensa" der Georg-August-Universität Göttingen.

Weitere Informationen über das Programm der Tagung und die Anmeldung finden Sie hier.

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