Unser Bild von „Zeugen der Anklage“ und von denen, die sie beschützen, ist von Hollywood geprägt. Der im Januar 2016 gezeigte, großartige ARD-Streifen „Das Programm“ dürfte der – zumindest deutschen – Realität deutlich nähergekommen sein.

Wer einen realistischen Einblick gewinnen möchte, wie Zeugenschutzprogramme tatsächlich funktionieren, sollte Samstagabend ZDF Info einschalten. Die Doku mit dem Titel „Abschied vom alten Leben“ offenbart, dass die Wahrheit irgendwo zwischen „Das Programm“ und Hollywood liegt. Und genau das macht ihren Reiz aus.

Zwischen Hollywood und Chaos

Autor Sven Markmann beleuchtet eine juristische Grauzone: das Spannungsfeld zwischen aussagewilligen Aussteigern aus der kriminellen Szene und den Zeugenschützern der Staatsgewalt. Er präsentiert in dem Film die Kritik von zwei Zeugen, die im Zorn aus dem Schutzprogramm ausgestiegen waren. Ihren Anschuldigungen werden Aussagen eines Zeugenschützers vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, dessen Identität geheim bleibt, gegenübergestellt. So kann der Zuschauer Entscheidungen der staatlichen Seite nachvollziehen, die auf den ersten Blick unverständlich erscheinen.

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In Amerika verbüßen rund 70.000 Minderjährige eine Haftstrafe. Um die Anzahl inhaftierter Jugendlicher zu verringern, verfolgen einige US-Bundesstaaten einen neuen Ansatz: Die Straftäter zwischen 12 und 18 Jahren können ihre Zeit hinter Gittern verkürzen, indem sie ein mindestens drei Monate dauerndes Erziehungsprogramm durchlaufen. Die N24-Dokumentation hat die Jugendlichen im Mädchen- und Jungengefängnis Logansport in Indiana einen Monat lang dabei begleitet.

Sendetermine:

So. 30.07.2017 - 20.05 Uhr - 21.05 Uhr

Mo. 31.07.2017 - 02.30 Uhr

Etwa vier Milliarden Euro steckt der Staat jedes Jahr in den Strafvollzug. Dennoch wird fast jeder zweite Entlassene wieder rückfällig. Warum funktioniert die Resozialisierung so schlecht? Dunja Hayali hat sich ihr eigenes Bild gemacht: In Sachsen hat sie einen inhaftierten Sexualstraftäter und dessen Gefängnis-Psychologen interviewt. „Täter werden erst im Gefängnis gefährlich oder noch gefährlicher gemacht“, sagt ausgerechnet der ehemalige JVA-Leiter Thomas Galli und hat eine radikale Forderung: Knäste abschaffen! Kann das die Lösung sein?

Weiter zum Video der kompletten Sendung auf zdf.de. (Der Beitrag und das nachfolgende Interview beginnen bei 32.15 Min.)

Einen weiteren Artikel zu dem Thema finden Sie auf heute.de

 

Bildung ist ein Privileg, auch in den sächsischen Gefängnissen. Das Angebot dort wird aber nur von einem Viertel der Häftlinge genutzt. Und das obwohl beispielsweise die Zahl an Verurteilten ohne Schulabschluss steigt.

Die Möglichkeiten, die ein sächsischer Häftling zur Weiterbildung hat, sind vielfältig. Grundsätzlich gibt es drei Bildungswege. Zum einen können die Häftlinge unvollendete Schulabschlüsse abschließen oder komplett nachholen, zum anderen berufliche Aus- oder Weiterbildungen in Anspruch nehmen. Aber auch die kulturelle Bildung wird den Insassen in ihrer Freizeit ermöglicht.

Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, diese Weiterbildungen anzunehmen. Das Strafvollzugsgesetz sieht lediglich vor, dass die Verurteilten in der Pflicht sind zu arbeiten. Die drei Weiterbildungswege stehen ihnen nur zusätzlich oder alternativ zur Verfügung.

Weiter zum Artikel und zum Mitschnitt der Sendung auf mephisto976.de

Auch wenn es nicht so aussieht, es handelt sich hier um ein Gefängnis. Ein außergewöhnlicher Jugendknast, indem die Häftlinge in WGs wohnen, das Gefängnisgelände verlassen dürfen und am Wochenende zu ihren Familien fahren. Doch wie kann das funktionieren?

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