In Amerika verbüßen rund 70.000 Minderjährige eine Haftstrafe. Um die Anzahl inhaftierter Jugendlicher zu verringern, verfolgen einige US-Bundesstaaten einen neuen Ansatz: Die Straftäter zwischen 12 und 18 Jahren können ihre Zeit hinter Gittern verkürzen, indem sie ein mindestens drei Monate dauerndes Erziehungsprogramm durchlaufen. Die N24-Dokumentation hat die Jugendlichen im Mädchen- und Jungengefängnis Logansport in Indiana einen Monat lang dabei begleitet.

Sendetermine:

So. 30.07.2017 - 20.05 Uhr - 21.05 Uhr

Mo. 31.07.2017 - 02.30 Uhr

Bildung ist ein Privileg, auch in den sächsischen Gefängnissen. Das Angebot dort wird aber nur von einem Viertel der Häftlinge genutzt. Und das obwohl beispielsweise die Zahl an Verurteilten ohne Schulabschluss steigt.

Die Möglichkeiten, die ein sächsischer Häftling zur Weiterbildung hat, sind vielfältig. Grundsätzlich gibt es drei Bildungswege. Zum einen können die Häftlinge unvollendete Schulabschlüsse abschließen oder komplett nachholen, zum anderen berufliche Aus- oder Weiterbildungen in Anspruch nehmen. Aber auch die kulturelle Bildung wird den Insassen in ihrer Freizeit ermöglicht.

Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, diese Weiterbildungen anzunehmen. Das Strafvollzugsgesetz sieht lediglich vor, dass die Verurteilten in der Pflicht sind zu arbeiten. Die drei Weiterbildungswege stehen ihnen nur zusätzlich oder alternativ zur Verfügung.

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Auch wenn es nicht so aussieht, es handelt sich hier um ein Gefängnis. Ein außergewöhnlicher Jugendknast, indem die Häftlinge in WGs wohnen, das Gefängnisgelände verlassen dürfen und am Wochenende zu ihren Familien fahren. Doch wie kann das funktionieren?

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Etwa vier Milliarden Euro steckt der Staat jedes Jahr in den Strafvollzug. Dennoch wird fast jeder zweite Entlassene wieder rückfällig. Warum funktioniert die Resozialisierung so schlecht? Dunja Hayali hat sich ihr eigenes Bild gemacht: In Sachsen hat sie einen inhaftierten Sexualstraftäter und dessen Gefängnis-Psychologen interviewt. „Täter werden erst im Gefängnis gefährlich oder noch gefährlicher gemacht“, sagt ausgerechnet der ehemalige JVA-Leiter Thomas Galli und hat eine radikale Forderung: Knäste abschaffen! Kann das die Lösung sein?

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Einen weiteren Artikel zu dem Thema finden Sie auf heute.de

 

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Recht und Gerechtigkeit sind nicht gleichzusetzen, wissen nicht nur Juristen. Aber für viele Bürger fallen manche Strafen zu niedrig aus – etwa, wenn Fußgänger von Rasern getötet oder Kinder Opfer von Sittlichkeitsverbrechern werden. Dann ist eher Rache als Recht gefragt.

Dabei ist es die Aufgabe der Gerichte, auch die Rechte der Täter zu schützen. Und so kommt es, dass viele Menschen die Urteile der Gerichte nicht mehr nachvollziehen können. Für manche Politiker ist das Hüten von Recht und Gesetz gleichbedeutend mit der Forderung nach höheren, härteren Strafen. Besonders bei Straftaten, die gerade im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung stehen, funktioniert dieses Schema. Aber schrecken höhere Strafen wirklich ab? Was macht der Strafvollzug mit den Insassen? Funktioniert der Gedanke der Resozialisierung? Oder denken wir zu viel an die Täter, zu wenig an die Opfer?

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